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Adipositas-Chirurgie
Am Exzellenzzentrum Minimal-invasive Chirurgie und Adipositaschirurgie des Universitätsklinikums Heidelberg

Auf einen Blick

Die Operation zur Gewichtsabnahme (Bariatrische Chirurgie) – führen äußerst erfahrene Chirurgen unserer Sektion für Minimal-invasive und Adipositaschirurgie an der Chirurgischen Klinik in Heidelberg mit großer Expertise durch.

Dabei stehen verschiedene Methoden zur Verfügung, wenn Patienten eine Operation zur Gewichtsreduktion und zur Verbesserung von Begleiterkrankungen, insbesondere Diabetes mellitus Typ 2, in Deutschland wünschen:

  • Schlauchmagen-OP (Gastric sleeve)
  • Roux Y Magen-Bypass (Gastric bypass)
  • Single-anastomosis duodeno-ileal bypass with sleeve (SADI-S)
  • Bilionpankreatische Diversion (Duodenal Switch)
  • Magenballon
  • Magenband (Gastric band).

Zumeist sind die Schlauchmagen-OP und der Magenbypass empfehlenswert. Welche Methode für den Betroffenen die beste ist, wird individuell mit jedem Patienten besprochen.

"Unsere Klinik ist als Exzellenzzentrum für Minimal Invasive Chirurgie ausgezeichnet, da wir über besonders viel Erfahrung und höchst modern ausgestattete Operationssäle verfügen. Somit können wir Betroffenen eine sehr sichere und effektive bariatrische Operation anbieten, die ihnen eine deutliche Gewichtsreduktion sowie ein Leben mit besserer Lebensqualität und besserer Gesundheit ermöglichen kann."

 

Prof. Dr. Markus W. Büchler
Prof. Dr. Beat P. Müller


Unsere Spezialisten:

Prof. Dr. Markus W. Büchler

Geschäftsführender Direktor der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg

 

Prof. Dr. Beat P. Müller

Leiter der Sektion Minimal Invasive und Adipositaschirurgie

 



Bariatrische Chirurgie - Warum und wann?

Voraussetzungen für eine Operation:

  • Starkes Übergewicht (BMI über 35) und
  • Schwerwiegende Folge-/Begleiterkrankungen, insbesondere auch Diabetes mellitus Typ 2

Übergewicht ist eine Erkrankung, die für Betroffene mit vielen Nebenerkrankungen wie Diabetes mellitus Typ 2, hohem Blutdruck, Fettleber, Dyslipidämie und weiteren einhergeht. Die Lebensqualität ist deutlich einschränkt. Die meisten Therapien, etwa Diäten, führen zu keinem anhaltenden Gewichtsverlust. Wenn Patienten bereits erfolglose Therapieversuche gemacht haben, kann eine chirurgische Therapie ein sinnvoller nächster Schritt sein.

Vorteile der bariatrischen Operation für die meisten Patienten:

  • Langanhaltender Gewichtsverlust – die meisten Patienten verlieren innerhalb von 2 Jahren ca. 60-80% ihres Übergewichts
  • Langfristige Zunahme der Lebensqualität
  • Verschwinden des Diabetes mellitus Typ 2
  • Deutliche Besserung von weiteren Begleiterkrankungen (z.B. Bluthochdruck, Fettleber, Dyslipidämie, Schlafapnoe)

Weitere Vorteile für Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2

  • Häufig verschwindet der Diabetes mellitus innerhalb weniger Tage bis Wochen nach der Operation und die Patienten benötigen weniger oder oft kein Insulin oder Medikamente mehr
  • Das Auftreten von diabetischen Komplikationen wie Nierenschädigung bis zur Dialysepflicht, Herzinfarkten oder Amputationen und sogar bestehende Komplikationen werden sehr deutlich reduziert
  • Die Effekte bariatrischer Operationen auf den Typ 2 Diabetes oder die Fettleber sind unabhängig vom initialen BMI. Das heißt, diese OPs haben den gleichen Effekt auf einen leicht übergewichtigen Diabetiker wie auf einen sehr stark übergewichtigen Patienten
  • Im Ergebnis können bariatrische Operationen das Leben der Betroffenen verlängern.

 

 


Wie unterscheiden sich die OP-Verfahren?

Bei uns in Heidelberg wie auch weltweit werden hauptsächlich die Schlauchmagen-OP (gastric sleeve) und der Roux-Y Magenbypass (gastric bypass) durchgeführt. Beide OPs führen zum gleichen Gewichtsverlust und unterscheiden sich in den Effekten auf Diabetes und andere Nebenerkrankungen minimal. Bei beiden Operationen ist eine lebenslange Vitamin- und Spurenelementsubstitution sowie Nachsorge notwendig.

Schlauchmagen 

Bei der Schlauchmagen-OP werden zunächst zwei Drittel des Magens und damit auch hormonaktive Zellen, die für das Hungergefühl verantwortlich sind, entfernt. Durch das Entfernen dieser Zellen und der Verkleinerung des Magens werden verschiedene Veränderungen von Botenstoffen und Stoffwechselvorgängen ausgelöst und das Essvolumen des Patienten pro Mahlzeit verringert sich deutlich. Der Schlauchmagen gilt als ein technisch einfaches, sicheres und effektives Verfahren.

Magenbypass 

Beim Magenbypass wird der Magen so geteilt, dass die Nahrung nur in den oberen Teil, den Vormagen gelangt, der rasch Sättigung signalisiert. Der restliche Speisebrei wird dann durch eine Dünndarmschlinge am restlichen Magen vorbei geleitet. Durch die Umleitung werden verschiedene Veränderungen von Botenstoffen und Stoffwechselvorgängen ausgelöst und der Körper nimmt weniger Nährstoffe auf. Das Gewicht reduziert sich und auch die Nebenerkrankungen werden dadurch verbessert. Die Operation zeigt gute Langzeiterfolge.

Wenn möglich werden die Operationen minimal-invasiv durchgeführt.

Die Verfahren des Bilionpankreatischen Diversion (Duodenal Switch),  Magenballons (bei BMI > 60) oder Magenbands (Gastric Band – vor allem bei jugendlichen Patienten unter 18 Jahren) wenden wir nur in Einzelfällen an.


Welches Risiko besteht?

Die beiden wesentlichen Verfahren sind extrem sicher in erfahrenen Händen mit Komplikationsraten unter 2%.

Dennoch können  wie bei allen Operationen Komplikationen auftreten, wie etwa Undichtigkeit von Nähten, Blutungen, Infektionen, allergische Reaktionen auf Narkosemedikamente, Herz-Kreislauf-Reaktionen, und weitere. Auftretende Komplikationen sind in den meisten Fällen gut kontrollierbar dank vielfacher Erfahrung mit großen Bauchoperationen, die an unserem Zentrum sehr häufig durchgeführt werden.

Mittel- und längerfristig kann es insbesondere zu Problemen kommen, die die Verdauung betreffen, wie etwa Übelkeit, Durchfall, Verstopfung, niedriger Blutzucker oder Geschwüre.

Über alle Risiken sprechen wir mit jedem Patienten ausführlich vor der Operation und bieten die Möglichkeit alle Fragen oder Sorgen auszusprechen.


Welche Untersuchungen müssen vor der Operation durchgeführt werden?

  • Die Fachabteilungen Endokrinologie, Psychosomatik und Chirurgie am Universitätsklinikum Heidelberg führen eine Voruntersuchung durch und müssen einer Operation zustimmen.
  • Ernährungsberatung (zumeist zwei Termine)
  • Weiterhin führen wir durch: eine Herzuntersuchung, Ultraschalluntersuchung der Halsgefäße, eine 24-Stunden-Säuremessung, eine Blutuntersuchung und Abstriche auf multiresistente Keime
  • Wenn andere Erkrankungen vorliegen, sind eventuell weitere Untersuchungen notwendig.

 

 

Wie ist der Ablauf? Wie lange wird der Aufenthalt in Deutschland dauern?

Insgesamt müssen Patienten mit einem Aufenthalt von ca. 8 Wochen rechnen:

  • Voruntersuchungen: ca. 2 Wochen
  • OP-Vorbereitung: 1-2 Wochen eiweissreiche Flüssigdiät
  • OP und stationärer Aufenthalt: ca. 2-5 Tage
  • Nachsorge ambulant (z.B. Kontrolle der Wunde, Ernährungsberatung/-umstellung, Neueinstellung des Diabetes mellitus): ca. 4 Wochen

Falls Komplikationen auftreten, kann sich der Aufenthalt eventuell verlängern.


Nach der bariatrischen Operation – Wichtige Hinweise

  • Weitere Kontrolluntersuchungen sind zu empfehlen nach spätestens 6 Monaten und dann jährlich und jederzeit bei auftretenden Beschwerden

  • Die Portionsgröße bei der Nahrungsaufnahme muss nach der Operation langfristig konsequent angepasst werden. Es bestehen ansonsten zumeist keine Einschränkungen in der Ernährung. Eine lebenslange Vitaminsubstitution ist häufig notwendig.  

  • In den ersten Monaten nach der Operation berichten viele Patienten über Veränderungen in ihrem Körper, die mit der schnellen Gewichtsabnahme zusammenhängen, wie etwa: Schmerzen, Müdigkeit, Frieren, trockene Haut, Haarausfall, Stimmungsschwankungen 

  • Für ein gutes kosmetisches Ergebnis können nach einiger Zeit durch plastische Chirurgen die überschüssigen Gewebe entfernt werden. Für eine Weiterbehandlung in Deutschland bieten wir in Zusammenarbeit mit der Ethianum Klinik in Heidelberg diese Therapien an.


Wie hoch sind die Kosten für die bariatrische Operation?

Zur Abschätzung der Kosten ist es erforderlich, dass aktuelle medizinische Unterlagen vorgelegt werden (nicht älter als 3-6 Monate), die auch Infos zu möglichen Begleiterkrankungen enthalten. Auf Basis dieser Informationen wird ein individueller Therapie- und Kostenplan erstellt.


Wie kann ich eine Anfrage senden?

Bitte senden Sie uns über unser internationales Telemedizinportal:

  • Das ausgefüllte Kontaktformular mit wichtigen Angaben zum Patienten
  • einen aktuellen Arztbericht (in Deutsch, Englisch oder Russisch)
  • Angabe von aktueller Größe und Gewicht
  • Falls weitere Operationen oder Erkrankungen bestehen, senden Sie uns bitte dazu die letzten Arztbriefe zu

Das International Office leitet die Anfrage unmittelbar nach Erhalt der vollständigen Informationen an einen erfahrenen Chirurgen des Adipositaszentrums weiter. Die Prüfung Ihrer Unterlagen wird innerhalb weniger Tage erfolgen und wir informieren Sie anschließend, ob wir Ihnen die gewünschte Behandlung anbieten können.