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Narbenhernien sicher versorgen mit dem GRIP-Konzept

Narbenbrüche sind häufige Folgen großer Operationen. Risikofaktoren für die Entstehung eines Narbenbruches sind höheres Lebensalter, Übergewicht, Diabetes mellitus, Erkrankungen der Atemwege und andere. Patienten bemerken den Narbenbruch in der Regel selbst: es entsteht eine Beule, die auch schmerzhaft sein kann. Ein Narbenbruch behindert die Bewegung und schränkt die Arbeitsfähigkeit sowie die Lebensfreude ein. Daher suchen die Patienten nach einer Möglichkeit, den Narbenbruch beseitigen zu lassen oder tragen ein Bruchband.

Alle Krankenhäuser und viele niedergelassene Chirurgen versorgen Narbenbrüche. Die Reparatur eines Narbenbruches ist bei geringer Größe einfach. Bei Größen über 5 cm Durchmesser treten nach der Versorgung gerne erneut Komplikationen wie Wundvereiterungen, chronische Schmerzen und erneute Brüche auf.

Bei der Reparatur eines Narbenbruches wird in der Regel ein Kunststoff-Netz eingesetzt, das die schwache Bauchdecke verstärkt. Es gibt nahezu 150 verschiedene Kunststoff-Netze. Diese Netze können in vier unterschiedlichen Positionen in der Bauchwand eingesetzt und mit mindestens 10 verschiedenen Systemen befestigt werden. Es gibt also über 4.500 verschiedene Möglichkeiten der Reparatur eines Narbenbruches.

Die Forschungen an der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg zeigen, dass die Versorgungen sich sehr deutlich unterscheiden. Geprüft wurde die Festigkeit von Versorgungen gegenüber Hustenstößen in einem selbst entwickelten Modell. In diesem weltweit einzigartigen Modell konnte in den letzten fünf Jahren gezeigt werden, dass sehr gute Versorgungen und sehr instabile Reparaturen nebeneinander existieren. Es wurde eine Methode entwickelt, die Festigkeit einer Narbenhernien-Versorgung zu berechnen: das GRIP-Konzept. Große Brüche und schwaches Bindegewebe erfordern einen höheren GRIP für eine biomechanisch stabile Versorgung. Mit dem GRIP-Konzept kann für den einzelnen Patienten die optimale Versorgung aus der Fülle der Möglichkeiten ausgewählt werden.