14.05.2019 Höchste…

Höchste Qualität bei Eingriffen an Magen und Speiseröhre

| 14.05.2019

Die Chirurgische Abteilung ist eines von drei Zentren in Deutschland, die als Kompetenzzentrum für die Versorgung der gastroösophagealen Chirurgie zertifiziert sind. Insbesondere Krebspatienten profitieren von interdisziplinären Therapiekonzepten.

Minimally invasive surgery
"Bei etwa der Hälfte der Patienten mit Speiseröhrenkrebs kann der Tumor heute mit minimalinvasiven Techniken entfernt werden (…)." - Beat Müller. | Foto: Universitätsklinikum Heidelberg

Jährlich werden mehr als 250 Patienten in der Heidelberger Chirurgischen Abteilung an Magen und Speiseröhre operiert. Die Deutsche Gesellschaft für Allgemeine und Viszerale Chirurgie (DGAV) hat die Klinik für Allgemeine, Viszerale und Transplantationschirurgie in Heidelberg als "Kompetenzzentrum für Gastroösophageale Chirurgie" für ihre herausragende Versorgungsqualität und Fachkompetenz in diesem Bereich ausgezeichnet. Neben dem Behandlungsspektrum mit einer Mindestanzahl von Patienten gehören zu den wichtigsten Kriterien für die Zertifizierung sehr komplexe Verfahren, hohe Qualitätsstandards, Erfahrung des medizinischen Teams, technische Einrichtungen, interdisziplinäre Vernetzung insbesondere in der Krebstherapie, umfassende Weiterbildung und bahnbrechende Forschung . Hohe Standards werden nicht nur für chirurgische Eingriffe selbst angewendet, sondern für den gesamten Behandlungsverlauf von der Bildgebung und diagnostischen Endoskopie bis zur Schmerztherapie nach der Operation.

Die Anerkennung als Kompetenzzentrum ist die höchste Stufe der DGAV-Zertifizierung und ist den größten und führenden Spezialeinrichtungen vorbehalten. Dies ist die dritte ähnliche Auszeichnung für die Abteilung für Chirurgie mit Zertifizierungen des Center of Excellence auch für Leber- und minimalinvasive Chirurgie.

Interdisziplinäre Behandlungsstrategien ermöglichen die Entfernung der schwierigsten Tumoren

Mit über 100 Patienten, die jährlich wegen Magen- oder Speiseröhrenkrebs operiert werden, steht die chirurgische Onkologie im Mittelpunkt des neu zertifizierten Kompetenzzentrums. Die optimale Kombination von Operation, Chemotherapie und Strahlentherapie ist für den Behandlungserfolg äußerst wichtig und daher ein Kriterium für die Zertifizierung. Dies wird durch die Zusammenarbeit mit dem Nationalen Zentrum für Tumorerkrankungen (NCT) gewährleistet. In gemeinsamen Fallbesprechungen entwickeln Experten aus verschiedenen Fachgebieten ein individuelles Behandlungskonzept für einzelne Patienten. "Dank gemeinsam entwickelter Strategien mit interdisziplinärer Therapie können wir manchmal sogar Tumore vollständig entfernen, die bisher als nicht operierbar galten", berichtet Professor Dr. Markus Diener, Leiter der Abteilung für gastroösophageale Chirurgie der Abteilung für Chirurgie.

Höherer Anteil minimalinvasiver Verfahren

Darüber hinaus profitieren Heidelberger Patienten von der Expertise in der minimalinvasiven Chirurgie, die der DGAV auch als Kompetenzzentrum zertifiziert hat. "Bei etwa der Hälfte der Patienten mit Speiseröhrenkrebs kann der Tumor heute mit minimalinvasiven Techniken entfernt werden - mit speziellen Instrumenten und durch einen kleinen Einschnitt", sagt Prof. Dr. Beat Müller, Leiter der Abteilung für minimalinvasive Chirurgie in der Abteilung der Chirurgie. "Die Entfernung von Magentumoren kann im Allgemeinen auch mit minimalinvasiven Techniken durchgeführt werden. Es sind jedoch noch Studien erforderlich, um die Bedingungen zu ermitteln, unter denen Patienten eher von offenen als von minimalinvasiven Verfahren profitieren."

Weitere Informationen

Nationales Zentrum für Tumorerkrankungen

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