Herzlich willkommen in der Klinik für Kyphoplastie!
Patienten mit Osteoporose werden von unserem interdisziplinären Ärzteteam umfassend bereut und untersucht: Wir prüfen die hormonellen Regulationssysteme, die den Knochen- und Calciumstoffwechsel steuern, und erfassen zusätzliche Risikofaktoren für eine Knochenstoffwechselstörung wie Magen-, Darm-, Nieren- und Lebererkrankungen sowie mögliche bösartige Erkrankungen, um gezielte Behandlungen einzuleiten.
Kennen wir die Ursache der Osteoporose, erstellen wir einen individuell auf den Patienten abgestimmte Behandlungsplan nach den heute geltenden medizinischen Standards zum Erhalt und Wideraufbau der Knochensubstanz. Dazu steht uns eine Vielzahl wirksamer Medikamente zur Verfügung.
Einbrüche der Wirbelkörper sind die häufigste Komplikation einer Osteoporose. Diesen Patienten bietet die Sektion Osteologie der Abteilung Endokrinologie, Diabetologie und Stoffwechsel der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg mit der sogenannten Kyphoplastie ein wirksames Behandlungskonzept an.
Biozement-Spritze "klebt" Wirbelkörperbrüche und nimmt die Schmerzen
Die Kyphoplastie ist eine sehr erfolgreiche operative Therapie bei schmerzhaften Brüchen der Wirbelkörper. Durch Einspritzen eines speziellen Knochenzementes in die Bruchstelle wird der Wirbelkörper wieder aufgerichtet und "stabilisiert". So können die oftmals unerträglichen Schmerzen der Patienten behoben oder zumindest gelindert werden.
Die Kyphoplastie wurde 1999 erstmals in Kalifornien eingesetzt, seit dem Jahr 2001 auch am Universitätsklinikum Heidelberg. Mit über 1.400 Kyphoplastien bei insgesamt 675 erfolgreich behandelten Patienten verfügen wir in Heidelberg über die deutschlandweit größte Erfahrung auf diesem Gebiet. Wir haben die weltweit erste klinische Studie mit Langzeitergebnissen publiziert, die Wirksamkeit und Verträglichkeit dieser neuen Therapieform eindeutig belegen. Weitere Heidelberger Studien zeigten, dass sich nach einer Kyphoplastie das Risiko für weitere Wirbelkörperbrüche verringert.
Die Anwendungsgebiete des Kyphoplastie sind:
- schmerzhafter Wirbelkörpereinbruch bei Osteoporose;
- unfallbedingte frische osteoporotische Wirbelkörperfraktur, sofern es sich nicht um einen Berstungs- oder Trümmerbruch handelt;
- Tumoren im Wirbelkörper mit Schmerzen oder drohendem Stabilitätsverlust, z.B. Myelom, Hämangiom oder Knochenmetastasen.
Alle unsere Patienten werden von einem Behandlungsteam aus hoch qualifizierten Ärzten unterschiedlicher Fachrichtungen begutachtet. Endokrinologen, Osteologen, Hämatologen, Radiologen und Unfallchirurgen/Orthopäden wählen gemeinsam diejenigen Patienten aus, bei denen das Verfahren als aussichtsreich angesehen wird. Das gewährleistet den guten Erfolg der Operation: Fast alle unsere Patienten konnten weitgehend von ihren Schmerzen befreit werden und sind erheblich beweglicher als vor dem Eingriff.
Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.
Ihr
Professor Dr. Dr. med. Christian Kasperk
Leiter der Sektion Osteologie
Leitender Oberarzt der Abteilung Endokrinologie, Diabetologie und Stoffwechsel der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg







